Eine längst überfällige Reise in ein Inselparadies.

Kein Regenwaldabenteuer, sondern eine touristische Reise in den äußersten Osten Borneos. Nach vielen Jahren, die ich in Borneo verbracht habe, fällt es mir schwer zu glauben, dass ich nie die Gelegenheit hatte, die atemberaubenden Inseln Sabahs zu erkunden, die wie verborgene Schätze in den östlichen Gewässern Borneos ruhen. Diese Inseln sind nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch ein wahres Tauchparadies, das Taucher aus der ganzen Welt anlockt. Es ist schwer zu erklären, warum es so lange gedauert hat, bis ich diese Seite Borneos entdeckt habe. Vielleicht war es die Hektik des Alltags, berufliche Verpflichtungen, der Mangel an Gelegenheiten oder eine Mischung aus allem. Doch nun, nach über 10 Jahren, hatte ich endlich die Zeit gefunden, diese verlockende Inselwelt zu besuchen.


Um die Inselparadiese von Sabah zu erkunden ist eine Reise nach Semporna unabdingbar und natürlich muss man sich zuvor eine Insel bzw. ein Resort aussuchen – ohne eine Buchung vorab ist es oft unmöglich in den kleinen Luxusresort zu nächtigen, da diese oft ausgebucht sind. Mataking, eine atemberaubende Insel zwischen der Sulu- und Celebsee, zeichnet sich durch ihre natürliche Schönheit, türkisfarbenen Gewässer und weißen Sandstrände aus. Gelegen vor der Ostküste Borneos, gehört sie zu Malaysia und ist Teil des Tun Sakaran Marine Park. Die Anreise erfolgt über den Flughafen Tawau in Sabah und dann weiter nach Semporna. Die Stadt ist ein kultureller Schmelztiegel mit einer vielfältigen Bevölkerung, darunter Bajau, Suluk, Chinesen und Malaien. Der lebhafte lokale Markt, Pasar Baru Semporna, bietet Einblicke in das tägliche Leben, während die umliegenden Inseln wie zB. Mabul, Pom Pom, Timba Timba oder Mataking Möglichkeiten zur Entspannung und Wassersport bieten.


Semporna ist nicht nur ein Tor zu spektakulären Tauchabenteuern, sondern auch ein faszinierendes Reiseziel mit kultureller Vielfalt. Um auf die einzelnen Inseln zu gelangen, begibt man sich in Semporna zum „Semporna Seafest Jetty“ von dort aus gibt es zahlreiche Transportanbieter, jedoch bietet in den meisten Fällen das Resort ein „rundum sorglos Paket“ an. Mataking bietet nicht nur eine malerische Kulisse, sondern auch ein exklusives Resort, welches einen luxuriösen Aufenthalt mit Blick auf das kristallklare Wasser ermöglicht. Tauchliebhaber schätzen die Nähe zu berühmten Tauchplätzen wie dem “Mataking Reef” und dem “Coral Garden”, die eine reiche marine Vielfalt mit bunten Korallen und faszinierenden Fischarten bieten. Von Mataking aus, lassen sich auch weitere Touren buchen, wie zB. nach Sipadan. Der “Sipadan Barracuda Point” beispielsweise ist berühmt für seine riesigen Barrakudaschwärme und die Tauchgänge rund um die Insel bieten Begegnungen mit Schildkröten, Haien und einer beeindruckenden Artenvielfalt. Wem das Tauchen zu kompliziert ist oder sogar Angst hat, leiht sich einfach eine Schwimmweste und schnorchelt ein wenig am hauseigenen Riff umher. Hier gibt es auch die Chance hautnah Meeresschildkröten beim Fressen zu beobachten, diese sanften Riesen lassen sich von den auf der Wasseroberfläche treibenden Touristen in keiner Weise stören und man kann bis auf wenige Zentimeter an sie heran schwimmen – NICHT ANFASSEN – auch wenn die Verlockung groß ist.


Mataking Reef Resort


Impressionen


Zeitalter des Kunststoffes – “Plasticaeum” – Die Spuren der Zivilisation…

… werden mehrfach täglich durch Angestellte beseitigt.

Der Einfluss der Menschen auf die Meere, insbesondere durch die unsachgemäße Entsorgung von Müll, hat weitreichende und ernsthafte Auswirkungen auf die marine Umwelt. Müll gelangt auf verschiedene Weisen ins Meer, sei es durch direkte Verschmutzung an Küsten, durch Flüsse, die Abfälle ins Meer transportieren, oder durch unbeabsichtigte Abfälle bei Aktivitäten wie der Fischerei und dem Schiffsverkehr.

Plastikmüll ist besonders besorgniserregend, da er nur sehr langsam abgebaut wird und zusätzlich durch Salz, als auch UV-Strahlung, in immer kleinere Teile zersetzt wird. Große Mengen Plastik gelangen in die Ozeane und bedrohen das marine Leben, da Tiere Plastikteile fressen oder sich darin verfangen können. Dies führt zu schwerwiegenden Konsequenzen für die Meeresbewohner und trägt zur Verschmutzung der Nahrungskette bei.

Wie groß das Problem ist, dass wir Kunststoffe schon in der Nahrungskette nachweisen können, bewies erst kürzlich ein Forschungsteam um Lukas Kenner (Klinisches Institut für Pathologie der MedUni Wien). Im April 2023 haben Forscher der Medizinische Universität Wien im Fachjournal “Nanomaterials” (doi: 10.3390/nano13081404) eine Studie veröffentlicht, das Kunststoffe die Blut-Hirn-Schranke durchbrechen können. Die Untersuchung wurde an Tieren durchgeführt, die Mikro- und Nanoplastikpartikel (Nanoplastik: <0,001mm ¦ Mikroplastik: 0,001mm – 5mm) aus Polystyrol (C8H8), einem weit verbreiteten Kunststoff, oral aufgenommen hatten. Das Forschungsteam stellte fest, dass winzige Polystyrolteilchen bereits zwei Stunden nach der Aufnahme im Gehirn nachweisbar sind.